Freitag, 18. Juli 2014

Making of...Hochzeitstorte (Teil 3)

Nach den Teilen 1 und Teil 2 beginnt der Endspurt...

2 Tage vor der Hochzeit...

...wurden die zweite und die dritte Etage mit den Sahnecremes gefüllt und eine Nacht in den Kühlschrank gestellt, damit die Gelatine gut anzieht und alles fest wird.
Ausserdem habe ich das Cakeboard und die untere Etage - die Nusstorte, die ja schon einen Tag vorher mit Ganache eingestrichen wurde - mit Fondant eingedeckt. 

Aufgrund meiner Erfahrungen mit der Sweet-Table-Torte und den schwülen Temperaturen habe ich letzte Woche noch spontan beschlossen, den Fondant diesmal nicht selbst zu machen (weil einfach nicht so tropentauglich) und mir stattdessen noch schnell einen 7kg-Eimer Massa Tricino Tropic bestellt. Mehr konnte ich an dieser Stelle nicht für den Fondantmantel tun.

Zusätzllich habe ich mir etwas ganz tolles gegönnt, dessen Anschaffung aufgrund des horrenden Preises schon sehr, sehr, seeeehr gut überlegt sein will: "The Mat"! Und was soll ich sagen, ich bin sehr begeistert von dem Ding und kann es sehr empfehlen. Die vielen Bewertungen im Internet kann ich nur bestätigen: es ist wirklich eine enorme Arbeitserleichterung und das Eindecken ist wirklich schnell gemacht. Für das Eindecken des größten Kuchens war sie ideal!



Wer jetzt sagt: Blöd-kann man doch auch zwei Stücke Baumarkt-Plastiktischdecke nehmen, dem sei geantwortet: ja, kann man machen. Hab ich auch ausprobiert. Hat nicht geklappt, weil diese Tischdecken aus einem anderen Plastik sind und es (bei mir zumindest) einfach ÜBERHAUPT nicht geklappt hat. Ich hab die Dinger sofort wutentbrannt in die Tonne gekloppt.

Hier mal ein paar Bilder der Nusstorte. Ein Teelöffel liegt zum Größenvergleich daneben. Bisher ist das meine Größte Torte, die ich gemacht habe.

Nach dem Eindecken habe ich schon mal die Markierungen für die schwarzen Punkte per Maßband, Schaschlikspiess und Geodreieck gesetzt.
Kurz über dem Band, dass ich für diesen Zweck als Orientierung mal provisorsch das Band festgesteckt habe, wurden im Abstand von jeweils 2 inch (mein Maßband gab das her und der Abstand gefiel mir) Punkte gesetzt. Die nächste Reihe wurde immer zwischen den unteren Punkten gesetzt, etwa 2 cm darüber. Dann folgte eine Dritte Reihe parallel zur untersten Reihe, nochmal 2 weitere cm darüber. 

Ab in den Kühlschrank mit der Torte!

1 Tag vor der Hochzeit...

...wurden die Sahnetorten zunächst mit Gelee, bzw. Lemoncurd eingepinselt, dann mit einer Marzipandecke versehen. Da die Marzipanschicht irgentwie beulig aussah und gerade bei der mittleren Torte die Decke auch irgentwie viel zu dünn ausgefallen war habe ich noch schnell ne Notfall-Buttercreme gemacht, die ich als wiklich letzte Schicht ganz, ganz dünn über die Marzipandecke gestrichen hatte. 

Die Buttercreme bestand nur aus einen Päckchen Butter+1 Päckchen Puderzucker und Vanille. Es lohnt sich also immer sicherheitshalber die Zutaten für ne Notfallbuttercreme da zu haben!! ;-)  

Da ich so viel übrig hatte, habe ich das Gleiche mit der kleinsten Torte gemacht. Den Torten habe ich dann erstmal eine Ruhepause im Kühlschrank gegönnt, weil es ja so warm ist. Dann gings nochmal an The Mat (ich liebe sie wirrklich!), um den Fondantmantel herzustellen. Und ich war wirklich froh, als alle Torten schön eingedeckt in den Kühlschrank konnten! Die erste Hürde war geschafft! Schöne glatte Decken für alle Torten:


Nach ener kurzen Ruhezeit ging es endlich an die ersten Dekoelemente: die Spitzenbordüre für die mittlere Etage! 
Dafür habe ich meine Magic Decor-Matte verwendet, für die ich die Decormasse mit schwarzer Gelfarbe eingefärbt habe. Die Spitze habe ich dann mit Lebensmittekleber aufgeklebt.
Insgesamt hab ich das sogar zwei mal machen müssen, weil ich beim ersten Mal die Masse nicht richtig getrocknet hatte: sie war noch so weich und gummiartig, dass sie beim Ablösen schon erste Risse bekam und beim Aufkleben dann endgültig kapputt ging. Es sah so schlimm aus, dass ich wütend alles wieder runtergefummelt habe und eine neue Spitze gemacht habe, die ich dann nochmal richtig im Ofen getrocknet habe. Dann wurde es besser: die Spitze wurde richtig fest und man konnte sie gut ankleben!

Folgende Randbedingungen waren für mich nun aufschreibenswert:

Um die Masse für 2 komplette Matten zu machen reichen 50g Pulver mit 40g warmen Wasser aus. Das Zeug ist recht ergiebig! 
Die Masse wird so nach Packungsanleitung hergestellt (2 Minuten rühren), ich habe die Gelfarbe schon ins Wasser gegeben und vermengt.
Dann kommt die Matte auf ein Backblech für 13 Minuten bei 80°C in den Backofen, mittlere Schiene, UMLUFT!
Rausholen, kurz etwas abkühlen lassen, bis man die Matte ohne Verbrennungen abheben kann und mit Lebensmittelkleber aufbringen.




Ausserdem habe ich die Perlenschnur als Bordüre für die mittlere Torte hergestellt. Dafür habe ich etwas Rollfondant mit CMC vermengt (damit es etwas mehr aushärtet und ich die Schnüre besser transportieren, bzw. vor Ort aufkleben kann. Schließlich kann diese erst nach dem Zusammensetzen angebracht werden. Den Schnüren habe ich noch einen hübschen Perlglanz mit Puderfarbe "Alabaster" von Squires Kitchen verpasst.


Die Torten wandern nun erstmal bis zum Transport am nächsten Tag in den Kühlschrank und dann zeige ich euch das Finale der Hochzeitstorte, die ich vor Ort fertigstellen werden. Die letzten Vorbereitungen gbts aber noch in einem Teil 4!

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