Sonntag, 13. Juli 2014

Making of...Hochzeitstorte! (Teil 1)

Jaaaaa, endlich ist es soweit: nach der Dummy-Torte im Düsseldorf Style ist nun die erste "echte" Hochzeitstorte ist in Produktion! Und darüber möchte ich nun ausführlich berichten. 
Zum Einen, weil ich so stolz bin und zum Anderen, um vielleicht weiteren HobbybäckerInnen Mut zumachen, sich in einem "Großprojekt" auszuprobieren.

Es wird eine dreistöckige Torte werden im Thema "Schwarz-Weiß". Dennoch bekommt sie einen leicht romantischen Schliff (is ja immer noch ne Hochzeit), allerdings ohne übermäßigen Chi-Chi.

Aber alles der Reihe nach. Ich versuche, die chronologische Abfolge einzuhalten. 

ca. 4 Wochen vor dem Hochzeitstermin... 

...haben wir uns getroffen und besprochen, wie die Torte aussehen soll und vor allem: welche Geschmacksrichtungen sie haben soll. Kurz darauf habe ich eine Mustertorte (eine etwas abgewandelte Fassung gabs hier zusehen) hergestellt, damit die Braut sich auch vorstellen konnte, wie das Ganze aussehen wird und auch, damit ich die eine oder andere Technik schon mal ausprobiern konnte, denn es wird wieder etwas Neues geben!

 5 Tage vor der Hochzeit...

... habe ich zunächst mal alle Böden gebacken. So haben die Kuchen noch Zeit, ein wenig zu ruhen (austrocknen tun sie übrigens nicht!) und man kann sie so einfach besser schneiden und verarbeiten, als wenn sie "tagesfrisch" wären. Zusätzlich ist dadurch die ganze Arbeit deutlich entspannter, weil man durch die Ruhe-/ Kühl- und Trocknungszeiten eh nicht alles an einem Tag machen kann.

Weiterhin habe ich die Blütenpaste für die Zuckerblumen hergestellt, weil diese min. 24h ruhen muss, ehe man sie weiter verarbeiten kann.

Für die unterste Etage (ein 28er Duchmesser) ist ein Nusskuchen, gefüllt mit Vollmilchganache und ummantelt mit Ganache aus Zartbitter Schokolade vorgesehen. Ich habe den Nusskuchen der Tortentante verwendet und er ist nicht nur super in seiner Konsistenz und Haltbarkeit, sondern auch noch verdammt lecker (das sage sogar ich, die Nusskuchen eigentlich nicht so gerne mag). Damit ich hinterher schön saubere 28er Böden zum Stapeln habe, (und weil ich keine gute 28er PME-Form besitze) habe ich in meiner 30er PME-Backform gebacken. Ich werde mir daraus dann einfach 28er Böden rausscheniden. 
Da bei einfacher Rezeptmenge in dieser großen Form ein eher niedriger Kuchen herauskommt, wurde jeder Boden einzeln gebacken. Also das ganze drei mal!


Weil das Rezept einfach super einfach und sooo lecker ist, will ich es euch nicht vorenthalten:

hier die Zutaten je Boden à 30cm Durchmesser, die hinterher jeweils eine Höhe von ca. 3cm erreichten. 

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Nusskuchen
4 Eier
180g sehr weiche Butter
180g Zucker
1 Prise Salz
1TL Zimt
6EL Rum
6EL Milch
200g Gemahlene Haselnüsse
120g Mehl
ca. 1/3 Pck. Backpulver

1.) Eier trennen, Eiweiß steif schlagen
2.) Butter, Zucker und Salz schaumig schlagen, bis die Masse weiß wird, dann Eigelbe unterrühren

3.) Zimt, Milch und Rum zugeben und unterrühren

4.) Nüsse, Mehl und Backpulver vermengen und EL-weise unterrühren

5.) Eischnee unterziehen

6.) Die Masse in die Kuchenform geben und am Rand den Teig etwas hochziehen. Dadurch geht er gleichmässiger auf. Ich habe lediglich unten ein Bakpapier in die Form eingelegt und nicht eingefettet.


7.) Das Ganze bei 175 °C im vorgeheizten Ofen bei Ober-Unterhitze ca. 20 Minuten (bei einer 26er-Form ca. 40 Minuten) backen. Stäbchenprobe machen!



Nach dem Backen etwa 20 Minuten in der Form auskühlen lassen, den Rand mit einem Messer lösen und aus der Form stürzen. Das Backpapier abziehen und den Boden trocken lagern. Ich habe sie lediglich mit einem Küchenhandtuch abgedeckt.

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Für die oberen beiden Etagen ist ein heller Bisquitteig mit einer Schmandcreme vorgesehen.
In der mittleren Etage, die einen Durchmesser von 20cm haben wird, sollen Blaubeeren die Geschmacksrichtung vorgeben. 
In der oberen Etage (10cm Durchmesser) wird eine Zitronenfüllung die Torte abrunden. 

Beide Füllungen habe ich bereits am MiniTortenTag ausprobiert und für gut befunden!

Mein Bisquitteig ist eigentlich ein Rührteig. Genauer gesagt, ein Becherkuchen, der sich dadurch mengenmässig leicht an die benötigte Teigmenge anpassen lässt. Man nehme einfach eine kleinere oder größere Tasse!
Der Kuchen ist aber so schön fluffig und bleibt auch super saftig, dass er es gaaaanz locker-flockig mit nem Bisquit aufnehmen kann. Zudem ist er sehr einfach gemacht und gelingt eigentlich immer!
Hier das Rezept:
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Jules Möchtegern-Bisquitteig

4 Eier
2 Tassen Zucker
3 Tassen Mehl
1 Tasse Öl
1Tasse Mineralwasser
1 Pck. Backpulver

Eier und Zucker schaumig rühren, Mehl und Backpulver unterrühren, Öl, Wasser dazugeben und zu einem glatten (ja, er ist sehr flüssig!) Teig verarbeiten. Ab in den Ofen bei 175 °C, Ober-Unterhitze, mittlere Schiene, ca. 40-45 Minuten backen. Stäbchenprobe machen!! Der Teig geht etwa auf die doppelte Höhe auf.


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Ich habe die Teigmenge auf eine 26er-Springform und meine 10er PME-Form verteilt und beides zusammen gebacken. Die Menge passt aber auch super auf ein tiefes Backblech! So könnte man die Böden auch einfach ausschneiden! Auf diese Weise habe ich auch die Torte für den Sweet Table gemacht.

So ruhen jetzt die Böden im Keller, bis es in Teil 2 weiter geht! 

Kommentare:

  1. Hallo Jule,

    vielleicht habe ich es auch überlesen - für wie viele Personen war diese tolle Hochzeitstorte gedacht? Bin gerade am Planen für die Hochzeitstorte einer Freundin. Bei ihr werden es 80 Personen sein.
    Lieben Dank! Und auch danke für die tolle ausführliche Anleitung!

    Susanne

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  2. Hallo Susanne,

    diese Tortenmenge ist für 80 Personen schon fast zuviel. Grundsätzlich hängt die Dimensionierung von Hochzeitstorten aber auch von sehr vielen Faktoren ab.

    Weil ich selbst immer wieder überlegt habe, was wohl die richtige Menge für bestimmte Personenzahlen ist (es git da unterschiedliche Ansätze), habe ich mich im Juli 2015 mal hingesetzt und einen Artikel über meine persönliche Herangehensweise geschrieben. Er wird dir bei deinen Überlegungen mit Sicherheit weiterhelfen können. Hier gehts zum Artikel:

    http://jule-backt.blogspot.de/2015/07/tortenplanung-dimensionierung-von.html

    Viel Erfolg bei deiner Kreation! Berichte doch hinterher mal, wie es gelaufen ist!

    Ganz liebe Grüße
    Jule

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  3. Hallo Jule,

    lieben Dank für deine Antwort.
    Den Artikel habe ich bereits gelesen. Nun ist es jedoch nicht so einfach, ein passendes Kuchenrezept zu finden bzw. die Backzutaten auszurechnen, die man für die einzelnen Etagen braucht.
    Da du ja ebenfalls für 80 Personen gebacken hast, kann ich mich ganz gut an deinen Mengenangaben orientieren :))

    Ich werde berichten, wie es gelaufen ist!

    Ganz liebe Grüße zurück
    Susanne

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