Freitag, 2. Mai 2014

Rollfondant selber herstellen

Meine bevorzuge Torten-Einschlagmasse ist ja der Rollfondant. Ich habe gekauften ausprobiert, bei dem es große Qualitätsunterschiede gibt und auch selbst welchen gemacht.

gekaufter Fondant:

Bei gekauften Fondants weis man ja zunächst einmal gar nicht, welchen man nehmen soll, so viel Auswahl gibts da mittlerweile. Ich hatte mal welchen von Amazon, der sich gut verarbeiten liess und mir auch so ganz gut geschmeckt hatte. Mit einem kg-Preis von 10€ finde ich den allerdings zu teuer.

Dann habe ich den Rollfondant vom Xenos mehrfach ausprobiert, der ja preislich wirklich gut dabei ist. Geschmacklich ist der jetzt nicht so wirklich das Highlight, aber die meisten (und ich schließe mich da ein), lassen den Fondant eh lieber liegen.
Der besagte Fondant war mal super, mal war er aber leider auch sehr schlecht zu verarbeiten und er ist mir trotz sehr langem knetens hinterher mehrfach gerissen. Vermutlich war er einfach schon zu alt.
Leider sieht man das dem Fondant in seiner Verpackung nicht immer an und so ist der Xenos-Fondant ein wenig wie Lotto-Spielen! Am Ende hab ich beschlossen, den nicht mehr zum Eindecken zu nehmen.

Modellierfondant:
Aber ich verwende die kleinen 250g-Pakete gerne zum Figuren modellieren, indem ich ca. 1/2 bis 1 gestrichenen TL CMC untermische/-knete. Das geht wirklich sehr gut und man braucht nicht ewig lange selbst einfärben!

selbst gemachter Fondant:

Hauptsächlich aus Kostengründen und weil ich einfach keine Lust habe, mir einen großen Eimer in den Keller zu stellen, mache ich meinen Fondant bisher am liebsten selbst.

Heute will ich euch mal das Rezept dazu vorstellen. Der Tortengemeinde dürfte es bekannt vorkommen, denn es handelt sich um das Rezept der Tortentante, das auch hier zu finden ist.
Das Rezept ergibt hinterher etwa 1,2kg altweissen (wenn man wie ich den Grafschafter-Sirup verwendet) Rollfondant!

Man braucht:
4 Pakete (1kg) Puderzucker, gesiebt
1EL Glycerin (aus der Apotheke oder Onlineshop-kostet nicht viel)
1 Pck. gemahlene Gelatine (gibts eigentlich in jedem Supermarkt)
60 ml Wasser
170g Glukosesirup (Onlineshop) oder einfacher: Grafschafter Karamell-Sirup (bei Edeka gekauft) 
1/2 TL Salz

wer mag kann:
mit Lebensmittelfarbe (=Gelfarbe) einfärben
und/oder
1/2 Päckchen Zitronensäure (gibts auch bei den Backzutaten im besser sortierten Supermarkt)
oder
ein paar Tropfen Butter-Vanille-Aroma
dazu geben.


1.) 3 Pakete Puderzucker in die Rührschüssel sieben.


2.) 4.Paket auf eine benachbarte Arbeitsplatte sieben.


3.) Gelatine ins Wasser schütten und ein wenig aufquellen lassen. 

4.) Aufgequollene Gelatine kurz in der Mikrowelle erwärmen, bis sich alles verflüssigt hat (bei mir dauert das so 15-20 Sekunden) 



5.) Sirup, Salz, (Zitronensäure/Aroma), (Gelfarbe) und Glycerin abmessen und auf die flüssige Gelatine geben.


 Gretchenfrage: Wie viel Farbe muss rein?
Mit den Farben erstmal sparsam umgehen und abwarten, wie sich die Farbe im weissen Puderzucker verhält. Nachgeben kann man immer noch- Farbe wieder raus nehmen, weils vielleicht zu knallig geworden ist geht nicht! ;-)
Interessant ist zudem, wie sich die Farbpigmente in der Ruhezeit entfalten. Da hab ich auch schon die dollsten Dinger erlebt! Wenn der Fondant hinterher gesprenkelt aussehen sollte (was bei Gelfarben eigentlich nicht passieren sollte...), einfach nochmal gut durchkneten. Meistens geht das damit wieder weg!

6.) Das ganze auf den Rührschüssel-Puderzucker geben und mit dem Knethaken einrühren/-kneten lassen.


7.) Wenn das Ganze eine Weile geknetet hat und sich alles gut und homogen miteinander vermischt hat, Maschine ausstellen.

Das sieht jetzt noch ziemlich flüssig aus- ist es aber tatsächlich gar nicht!

8.) Eine Teigkarte ganz leicht mit Pflanzenfett einfetten und die Masse zuerst in der Schüssel zusammenkratzen und anschließend auf den Arbeitsplatten-Puderzucker-Haufen geben.



 9.) Den Puderzuckerhaufen komplett per Hand einkneten.


10.) Alles gut in Frischhaltefolie einpacken-ich mach sie immer 1xkreuz und dann noch 1x quer rum, damit auch wirklich alles eingepackt ist und am Besten dann nochmal in einen Zip-Gefrierbeutel packen. Wichtig ist, das es wirklich luftdicht verpackt wird!


11.) Jetzt braucht der Fondant ne Pause, damit sich alle Zutaten gut miteinander verbinden! Also: das Ganze dann für min 24 Std. in den Kühlschrank (ich pack ihn immer in die Gemüseschublade), bis er verarbeitet wird.
Der Rollfondant hält sich dort gut 6 Monate. Ich mache allerdings immer nur nach Bedarf und hab ihn (auch weil ich mich nicht so lange dem Tortenthema beschäftige) nie so lange gelangert!

12.) Bei Bedarf aus dem Kühlschrank holen und nochmal gut durchkneten, bis er schön geschmeidig wird, ausrollen und eindecken!

Kommentare:

  1. Hey :) wie viel Glycerin machst du an den Rollfondant?

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  2. Hallo,
    ich verwende 1 EL Glycerin!

    Viele Grüße
    Jule

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