Samstag, 24. Mai 2014

MiniTortenTag! - Teil 1

Diesmal wollte ich zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: meine größte Kuchenform von PME (30cm) testen und ein paar Dekorationen ausprobieren/üben.

Bisher ist das immer etwas zu kurz gekommen, denn ich hätte nicht gewusst, wohin spontan mit so nem 30er Boden. Und da ich kürzlich beim Kaffeeröster reduzierte Dessertringe erstehen konnte und diese auch gleich ausprobieren wollte, war die Idee zum MiniTortenTag geboren.

Zunächst mal zu den Backeigenschaften der PME-Form: ich muss gestehen, ich habe noch nicht die perfekte Backmethode gefunden. Mein fluffiger Teig bekommt im Ofen am Ende immer eine unschöne, doch hubbelige Oberfläche, die ich dann immer abschneide, um gerade Böden zu erhalten. Und das ärgert mich eigentlich, weil ich mir immer so viel Mühe gebe, eine schöne Isoliermanschette drumzubinden.
Ich muss da wirklich mal etwas mit der Temperatur experimentieren und vielleicht lasse ich auch mal am Rand das Backpapier weg.

Nun also zu meinen MiniTorten:
In meinem Kafferösterkarton sind zwei Ringgrößen vertreten: die Durchmesser 5cm und 7,5cm. Beide ca. 6 cm hoch. Dazu gibts für beide Durchmesser einen praktischen Auslösestempel.


Ich habe mit dem größeren Durchmesser so viele Minis ausgestochen, wie ich aus meinem 30er Kuchen hinbekommen. Den überschüssigen Teig habe ich erstmal eingfroren. Vielleicht kann ich mich ja doch irgentwann noch mal dazu durchringen Cakepops zu machen..




Die Böden habe ich nun jeweils einmal durchgeschnitten, so hatte jede Schicht ca. 2cm Dicke.
Für jedes Törtchen waren drei Böden vorgesehen. Für die Mini-Mini-Törtchen 2 Böden. Insgesamt gabs 6 Törtchen: 3 einfache, 3 mit zwei Etagen.

Dann habe zweierlei Cremes als Füllung gemacht:


Schmand-Creme mit Blaubeeren


1 Becher Sahne
1 Päckchen Sahnesteif
1 Becher Schmand
Vanillemark einer Schote
eine gute Hand voll Blaubeeren
(etwas Puderzucker)

Sahne mit Sahnesteif steif schlagen. Schmand und Vanillemark unterheben. Wer mag: Nach belieben mit Puderzucker nachsüßen.
Zitronencreme

1 Becher Sahne
1 Päckchen Sahnesteif
1 Becher Schmand

50g Mascarpone
2-3 gute EL Lemon Curd

Sahne mit Sahnesteif steif schlagen. Schmand, Mascarpone und Lemon Curd unterrühren, bis sich alles gut verbunden hat. Wer mag kann noch etwas gelbe Gelfarbe einführen, damits netter aussieht. Ich hab das aber nicht gemacht.

Dann wurden die Törtchen gestapelt-zunächst die Schmand-Blaubeertörtchen: 

Hierzu habe ich den Ring zur Hilfe genommen. Wir beginnen mit einer Kuchenschicht-mit dem Stempel bis unten drücken. Dann wird mit einem Spritzbeutel die Schmandcreme dünn eingespritzt (ca. Höhe einer dicken Blaubeere). Dann werden einige Blaubeeren reinfallen gelassen. Nicht zu viele, nur ein Paar:


Dann  kommt wieder eine Kuchenschicht, die leicht mit dem Stempel festgedrückt wird und dann das gleiche nochmal, bis wir schließlich mit dem dritten Boden enden. Alles vorsichtig mit dem Auslösestempel auslösen und idealerweise sofort kühl stellen.


Mit den kleinen Etagen ebenso verfahren, aber hier jeweils nur 2 Böden verwenden.

Für die Zitronentörtchen habe ich die Böden mit Lemon Curd bestrichen, dann die Creme drauf und dann wieder einen Boden mit Lemon Curd bestrichen, Creme drauf und einen Boden als Abschluss. Als Haftuntergrund für den Marzipan wurde wieder Lemon Curd verwendet.

Lemon Curd- tolles Zeug. Ich kannte das vorher gar nicht und habs im Supermarkt entdeckt. Demnächst will ich es mal selber machen!

Ich habe alles kurz ins Gefrierfach gestellt, damit auch alles schön fest ist, wenn ich die Marzipandecke ergänze.

Eindecken:

Ich habe hierbei mal die wie ich sie nenne "Englische Methode" verwendet, bei der unter den Fondant eine Marzipanschicht kommt. Mehr zum Thema "Fondanttauglichkeit von Sahnefüllungen" und verschiedene Vorgehensweisen in einem der kommenden Artikel!!

Marzipanrollmasse herstellen. Die Törtchen mit etwas erwärmten/flüssigen Himbeergelee oder Blaubeergelee einstreichen und mit dem ausgerollten Marzipan wie gewohnt eindecken.




Dann wird die Marzipanschicht mit etwas Wasser oder Alkohol befeuchtet. Ich befeuchte meine Hände und "streichel" damit mein Törtchen, dann ist es nicht zu viel und nicht zu wenig Wasser. Und die extra-Portion Liebe ist auch mit drin! ;-). 
Dann ein weiteres Mal -diesmal mit Fondant- eingedecken.

Und so verfahren wir, bis alle Törtchen verpackt sind:


Wenn man Stempel verwenden möchte, ist nun auch die richtige Gelegenheit, den Fondant schon zu strukturieren! Die Muster zeichnen sich am besten im frisch überzogenen Fondant ab (wie bei der Quilting Muster-Torte)!

Alles gut durchkühlen lassen!

Die kleinen Torten können nun auch gestapelt werden. Ich habe das nach der üblichen Methode gemacht. Unter jedes Törtchen habe ich eine kleine Kuchenpappe zurechtgeschnitten und die obersten Etagen mit Stohhalmen abgestützt. Viel Gewicht müssen die unteren Etage zwar nicht halten, aber da bin ich ja eher der Schisser...


 Und im Teil 2 gehts dann ans dekorieren!!

1 Kommentar:

  1. Das sieht ja ziemlich verführerisch aus,-da möchte man doch gleich mal ein Stück probieren!

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