Freitag, 23. Mai 2014

Einfache Fantasieblumen

Für nächste Woche brauchte ich einige Zuckerblumen. Leider ist mein Fundus an kleinen Blumen sehr begrenzt, weil ich es einfach nicht schaffe, welche auf Vorrat zu machen.

Also überlegte ich mir, wie ich einfache, hübsche Zuckerblumen machen könnte.
Ich bin ja nun seit einigen Wochen auch auf Pinterest unterwegs und habe dort so viele Inspirationen gefunden, die ich immer mal ausprobieren wollte und jetzt bot sich eine gute Gelegenheit dazu. 
Ich dachte an rosa Blüten, mit einer recht einfachen Form und als Blütenstempel wollte ich meine bisher nur eher selten eingesetzten Zuckerperlen verwenden. Ich hatte das schon in ein paar meiner Bücher gesehen und finde das eine gute und flotte Alternative zu aufwändigeren Techniken, "reale" Stempel zu formen.

Hier also eine weitere Anleitung für "die flotte Blüte"!

An Werkzeug braucht man nichts wirklich exotisches. Ein einfacher Blumenausstecher in zwei oder drei Größen reicht schon aus. Und was auch nicht fehlen darf: mein sehr lieb gewonnenes Schaschlikspiess-ich finde den Effekt einfach toll!


Flower Pad
Ball-Tool
Schaschlikspieß
Ausrollstab
Ausstecher
Blütenpaste
Mini-Palette oder Messer
Form zum Trocknen
Lebensmittelkleber

1.) Die Blütenpaste sehr dünn ausrollen und mit dem größten Ausstecher so sauber wie möglich ausstechen. Ggfs. die einzelnen Blütenblätter auseinander ziehen, um sie voneinander zu lösen und einmal mit dem Finger nachziehen, falls der Ausstecher nicht sauber aussticht.



2.) Auf dem Flowerpad zunächst die Innenfläche des Blütenblattes mit etwa 2 kreisenden Bewegungen und leichtem Druck eine "Beule" massieren. Die übrigen Blütenblätter auch ausbeulen.


3.) Dann die Ränder mit leichten Druck etwas ausdünnen. Die Blütenblätter werden dadurch durchscheinender und größer. Nicht zu fest ausdünnen sonst ist Schritt 4.) nicht mehr möglich!



4.) Mit dem Schaschlikspieß die Blütenblätter durch "rausstreichen" strukturieren (Stab mit der spitzen Seite innen ansetzen und mit leichtem Druck nach aussen weg ziehen). Für alle Blütenblätter wiederholen.



5.) Jetzt NUR (!) die Aussenkanten richtig durchscheinend ausdünnen. Der Rand des Blütenblattes sollte sich nun kräuseln.



6.) In eine geeignete Form zum Trocknen legen. Man kann die Blütenblätter nun auch teilweise mit gezwirbelten Stückchen von Papiertaschentüchern unterfüttern. Dann trocknet alles noch luftiger und die Blätter liegen nicht so platt aufeinander.



 Trockenformen selber bauen
Da ich (noch) kein Noppenschaumstoff als Trocknungsunterlage besitze, mache ich mir die passenden Formen gerne mit Alufolie selber. Hierfür habe ich eine ausrangierte Form für Kinderschminke als "Negativ" benutzt und die Alufolie in die Vertiefungen gedrückt. Im Haushalt finden sich eigentlich für fast alle Belange passende Formen zum abdrücken...
Und Voilà: eine wunderbare Trockenform! Schnell, preiswert und beliebig erweiterbar!



7.) Weitere Blütenblätter auf die selbe Weise anfertigen und das ganze gut (am besten über Nacht) austrocknen lassen.

Ich habe noch ein paar Knospen gemacht. Dafür habe ich Blütenpastenreste zu einem Tropfen mit abgerundeter Spitze geformt, den ich zu drei Teilen eingeritzt habe.


8.) Wenn die (Aussen-)Blüten trocken sind, wird eine weiter Lage Blütenblätter gesetzt, damit es insgesamt etwas fülliger aussieht. Dazu den nächst kleineren Ausstecher der gleichen Form nehmen und die Schritte 1.) bis 7.) wiederholen. Die noch weiche Innenreihe mit etwas Zuckerkleber in der Mitte der trockenen Blüte ankleben. Mit dem Balltool etwas festdrücken.


9.) Jetzt können schon die Zuckerperlen aufgeklebt werden. Dafür ebenfalls ein wenig Zuckerkleber in der Blütenmitte aufbringen und drei Perlchen reinfallen lassen. Mit dem Schaschlikspieß vorsichtig in Position schieben und mit der Stumpfen Seite des Spießes leicht andrücken. Dadurch, dass die Blütenpaste ja noch weich ist, bleibt sie dann in dieser Vertiefung gut liegen.


Wieder gut (am Besten über Nacht) austrocknen lassen. 

Knospengrün anbringen:
Für die Knospen habe ich den kleinsten Ausstecher genommen und grüne Blütenpaste ausgestochen. Dann habe ich von den 5 Blättern zwei abgeschnitten und das ganze wie ein dreiblättriges Kleeblatt gebogen. Diese auch mit der Kreisbewegung ausgebeult und alles dünn mit Kleber bestrichen. Dann die getrocknete Knopse mittig plaziert und die drei Beulenblätter einfach hochgeklappt. Ich hoffe, es verständlich beschrieben zu haben- leider hab ich vergessen, es zu fotografieren.

Wenn man mag, kann man nun auch noch einige grüne Blätter ausstechen und ebenfalls austrocknen lassen.


11.) Nun können die Blumen noch nach belieben abgepudert werden. Dadurch erhalten sie etwas mehr Tiefe.



Ich habe für die Blüten "Fuchsia" genommen und für die Blätter eine Mischung aus gelb, grün und einem blaugrün.

Für die Blüten wenig (lieber etwas weniger und Vorgang dafür 2x wiederholen!) Puder auf den Pinsel aufnehmen und ganz vorsichtig über den (leicht zerbrechlichen) Blattrand von aussen nach innen über die Kante streichen. Etwaige Puderspuren einfach wegpusten (aber nicht in Richtung Arbeitsunterlage!!!) 
Das ganze sieht dann ungefähr so aus:


Die Blätter nach belieben mit 2-3 grün-gelb-Tönen kreuz und quer abpudern.



Für die Knospen habe ich nur grün genommen und bin einmal leicht über den Grünrand gefahren (siehe Titelbild ganz oben).

Und dann sind die Blüten schon fertig!

 


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