Samstag, 19. April 2014

Osterbrunch -Teil 2 "Brioche"

Also, ich liebe ja Brioche. Schön fluffig und süß-genau mein Ding! Und ich glaube, auch für Kinder ein Hit!

Leider, leider wird sie ja mit Hefe gemacht und das ist nun eigentlich so gar nicht mein Ding: man muss den Teig mit wohltemperierter Milch angerühren, dann ruhen lassen und hoffen, dass er richtig aufgeht.
Wenn das dann nicht der Fall ist, ist die Enttäuschung groß.
Und bei mir hat das "Nicht-Aufgehen" irgentwieTradition. Worans gelegen hat? -ich weiss es nicht.
Deshalb hab ichs irgentwann aufgegeben und beschlossen, das die Hefe und ich in diesem Leben einfach keine Freunde werden können.

Aber heute habe ich es doch nochmal gewagt und eine Brioche gebacken. Und die ist mir tatsächlich beim ersten Anlauf gelungen!!

Hier mein bebildertes Rezept, dessen Ursprung ich irgentwo im Internet gefunden habe:

500g Mehl
85g Zucker
1 Pck. Trockenhefe (ist das vielleicht das Geheimnis?)
1 Prise Salz

in einer Schüssel vermengen.



60g weiche Butter (Alternativ: in der Mikrowelle weich gebruzzelt)
1/4 l warme Milch (natürlich auch aus der Mikrowelle ;-) )
1 Ei



auf die Mehlmischung geben und mindestens 20 Minuten in der Küchenmaschine mit dem Knethaken kneten lassen. Die Maschine muss nicht auf höchster Stufe laufen- mittlere Stufe reicht völlig.





Anschließend den Teig zusammenschaben und die Schüssel für 1 Stunde an einen warmen Ort stellen.



 
Gretchenfrage: "warmer Ort"? Wo bitte ist das?
Ich habe eine Fensterbank mit Heizung drunter. Dieses praktische Ensembel steht nicht im Durchzug o.ä. Das Fensterbrett fühlt sich bei laufender Heizung warm an. Dieses Fensterbrett ist also mein perfekter Hefe-Parkplatz!

In der Zwischenzeit die Kastenform (wer hat, darf auch gerne eine Briocheform nehmen ;-)  ) vorbereiten. Kann man fetten und mehlen- muss man aber nicht. Die faule Hausfrau von heute spart sich den späteren Spülvorgang und legt mit Backpapier aus!



 
Nach 1 Stunde ist der Teig schön aufgegangen (etwa auf das doppelte). Dann -so leid es einem tut- die Schüssel noch einmal einhängen und weitere 3-5 Minuten kneten lassen. Ja, die schöne Blase fällt jetzt erstmal zusammen, macht aber nichts!



Den Teig nun aus der Schüssel holen (ich nehm da immer gerne die Teigkarte) und auf einer mit Mehl bestäubten Arbeitsplatte in 3 Teile zerteilen.




Diese jeweils zu einem Strang formen und einen Zopf flechten (man kanns natürlich auch so in die Kastenform legen, aber eine echte Brioche- muss ein Zopf sein!).




Der Zopf kommt dann in die Kastenform und dann: wieder 1 Stunde ab auf den Hefe-Parkplatz (warme Fensterbank).
Der Teig geht nun ein weiteres mal herrlich auf!


Jetzt ist es fast geschafft: unser super-Zopf wird nur noch mir Eigelb bepinselt (damit er nachher auch schön glänzt) und dann ab in den vorgeheizten Ofen! Bei Ober-Unterhitze, 150°C, vorgeheizt ca. 35 Minuten backen (hier so ein bissl nach Gefühl, persönlicher Backofenerfahrung und bevorzugter Krustenfarbe). 




und voilà: da isses!







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